Ann Castro – Die Vogelschule
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Beißende Papageien & Sittiche – meine Geschichte (Teil 3)

Beißende Papageien & Sittiche - Graupapagei Hector

Der Januar ist zu Ende und somit auch der Monatsschwerpunkt beißende Papageien & Sittiche, in allen Variationen von einzelnen Bissen bis zu massiven Aggressionsproblemen. In den letzten zwei Podcasts und in meinem Webinar hast du mehr über beißende Papageien & Sittiche gelernt, als die meisten Halter jemals wissen werden. Hoffe ich zumindest. Also das du viel gelernt hast. Falls du das Webinar verpasst hast und Divis-Mitglied bist, kannst du den Mitschnitt jederzeit im Divis-Portal ansehen. Anmeldung unter https://divis.dvs.ac

Du kannst dir diesen Text auch als Podcast anhören:

Wenn dir mein Podcast gefallen hat würde ich mich riesig über eine ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️-Rezension freuen. 💖 Hier geht's zur Rezension:


In dieser Folge

  • Warum ich den Papageiengöttern viel Blut, Schweiß & "Auas" opferte
  • Warum jeder Experte zuerst auf den Prüfstand muss
  • Wieso ein beißender Vogel nicht "kaputt" ist
  • Was beißende Papageien & Sittichen meist gemeinsam haben

Mehr von Ann

Meine Geschichte- mein Leidensweg

Zum Ausklang des Monats dachte ich mir, wir machen es heute mal locker flockig und ich erzähle dir meine Geschichte und wie es kam, dass ich mich auf beißende Papageien & Sittiche spezialisierte. Ich bin ja nicht eines Morgens aufgewacht und dachte „Oh, ja, tolles Thema! Das mache ich!“. Vielmehr habe auch ich - wie so viele von euch - einen Leidensweg hinter mir, auf dem ich den Papageiengöttern Blut, Schweiß und viele Auas geopfert habe. 

Niemand konnte bei beißenden Papageien helfen

Nur damals gab es niemanden, der mir in Sachen beißende Papageien & Sittiche helfen konnte; Keine Bücher, keine Experten, nix. Also musste ich mir aus dem Wissen über Hunde und Menschen zusammenstückeln, was als Problemlösung für beißende Papageien & Sittiche brauchbar war und den Rest selbst erarbeiten. Dein Glück, denn wenn du heute solch ein Problem hast, kannst du von meinen Erfahrungen profitieren. Komm einfach auf meine Webseite. Dort findest du viele Infos und kannst auch ein Beratungsgespräch mit mir buchen. 

2001 in New York City

Aber jetzt kannst du dich erst einmal bequem in deinem Stuhl zurücklehnen, der deine Zeitmaschine ist. Atme tief durch, schließe die Augen ... und schwupps sind wir im Jahr 2001 in New York City.

Ich war von meiner damaligen Firma nach New York geschickt worden, um das deutsch-amerikanische Geschäft zu beflügeln. Spannendes Thema und ich war völlig begeistert, das machen zu dürfen. Wir hatten nur eines übersehen. Ich bin ein Landei. Ich mag Natur. Bäume, Blumen, Tiere, usw. Und in New York gibt‘s halt nicht viel davon. Na klar, es gibt den Central Park. Aber der ist so überlaufen, dass von Natur nicht mehr so sehr viel zu spüren ist. 

Ich wollte nicht Papageienschmuggler werden

Naja. Jedenfalls ging mir die Zementwüste gründlich auf die Nerven. Ich wollte mehr Natur. Topfpflanzen haben‘s einfach nicht gebracht. Und dann auf einem der Flüge zwischen USA & Deutschland kam die zündende Idee. In einer Zeitschrift las ich eine wirklich bezaubernde Geschichte von einem Mann, der mit seinem Papagei um die Welt reiste. Er hat ihn über jeden Zoll geschmuggelt und überall hin mitgenommen. Ich wollte natürlich nicht Papageienschmuggler werden. Aber ich erinnerte mich an meine Kindheit, in der wir einen ganzen Schwarm Wellensittiche und auch Nymphensittiche hatten. Ich erinnerte mich an einen Privatzoo, mit dessen Besitzer meine Eltern befreundet waren. Dort hatte ich den ersten Kontakt zu Aras und verliebte mich in diese Vögel. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Na klar. Ich brauchte einen Papagei. Sobald ich wieder in New York war, fing ich an zu recherchieren.

Ich wollte einen dunkelroten Ara

Ich wollte zwar einen dunkelroten Ara aber schlussendlich fiel meine Wahl aus Vernunftsgründen auf Graupapageien: Intelligent, extrem langlebig, und klein genug für eine Wohnung. Am nächsten Wochenende bin ich zu einer spezialisierten Zoohandlung und siehe da, sie hatten gerade junge Graupapageien. Die waren noch nicht futterfest. Aber ich könne meinen reservieren und ihn dann abholen, wenn er so weit sei. So kam ich zu Hector. Jedes Mal, wenn ich ihn besuchte, nahmen sie ihn, wickelten ihn wie ein Burrito in ein Handtuch. Ich setzte mich in einen der dafür vorgesehenen Wartestühle und sie legten ihn mir in die Arme wie ein Baby. 

Das wurde alles sehr logisch und freundlich erklärt. Im Handtuch eingewickelt würde er sich sicherer fühlen. Dadurch, dass ich ihn in meinen Armen hielt und mit ihm redete, würde er sich an mich gewöhnen und mir vertrauen. Das hörte sich doch toll an, oder?

Ein  Mitarbeiter rammte einen Schlauch in Hectors Kropf

Einmal war ich zur Fütterungszeit im Laden. Ein Mitarbeiter nahm der Reihe nach jedes der kleinen gefiederten Babies hoch, rammte einen Schlauch, der an einer Spritze hing seinen Hals hinunter und drückte den genau abgemessenen Inhalt in den Kropf. Da war ich dann doch ein wenig schockiert. Aber, wurde mir versichert, das wäre die beste Methode, um sicherzugehen, dass das Vögelchen genug Futter bekam um sein optimales Wachstum zu sichern. Deswegen würden sie auch keine Vögel abgeben, die noch nicht futterfest seien. Denn diese Fütterung könne nur von Experten durchgeführt werden. Ach so. Ich glaubte den Experten.

In diesem Chaos stand ein winziger Käfig

Kurz darauf fing Hector an flügge zu werden und versuchte wegzuflattern, als ich ihn besuchte. Die Ladenbesitzerin fing Hector schnell wieder ein und nahm eine Schere zur Hand. Ich protestierte gegen das Stutzen. Doch die Ladenbesitzerin sagte mir, wenn ich das nicht erlauben würde, dann würde sie ihn hinten im Laden in einen Käfig setzen müssen. Ein fliegender Vogel im Laden sei einfach zu gefährlich. Sie führte mich nach hinten, einem dunklen Verschlag, der offensichtlich als Lager diente, mit Kartons überall.  In diesem Chaos stand ein winziger Käfig, in dem Hector noch nicht einmal seine Flügel ausbreiten könnte. Mein Herz brach bei dem Gedanken, dass er dort einsam und alleine sitzen müsste. Also willigte ich ein. Und so wurde Hector gestutzt.

Wir alle machen Fehler

Wieso erzähle ich dir diese Geschichte in epischer Breite? Drei Gründe. Erst einmal möchte ich nicht, dass du dich über Fehler schämst. Du sollst nicht glauben ich hätte kein Verständnis dafür. Oder dir deshalb nicht trauen, Hilfe zu suchen. Ob bei mir oder anderen ist egal. Wir alle machen Fehler. Lass dir da von keinem etwas anderes erzählen. Ich denke mal keiner von uns hat sich Vögel geholt, um gemein zu ihnen zu sein. Sondern wir alle lieben unsere Tiere, und machen das Beste, was wir können, mit den Informationen, die wir haben. 

Leider bekommen wir diese Informationen oft von „Experten“, denen wenig unwichtiger ist, als das Wohlergehen deines Tiers und somit von dir.

Ich habe den "Experten" geglaubt

Wie du an meiner Geschichte siehst, war ich ein genauso naiver, unwissender Käufer und neuer Halter, wie alle anderen. Und das OBWOHL ich mit Papageien aufgewachsen bin und es eigentlich besser wissen müsste. Aber ich habe, wie so viele Halter den „Experten“, den Zooläden und Züchtern geglaubt, weil sie ja sooo viel Erfahrung haben. Das ist natürlich dumm, weil schlussendlich sind es Verkäufer und Produzenten der Ware Tier. Deren Interesse ist in erster Linie, Geld zu verdienen. Es sind keine Tierschützer. Und glaube bloß nicht, dass es in Deutschland anders ist. Auch hier wird von ausgebufften Verkäufern schön geredet, was in keiner Weise schön ist.

Also hoffe ich, zweiter Grund, dass ich dir mit meiner Geschichte die Augen ein wenig öffnen kann.

Der dritte Grund ist, dass diese Vorgeschichte wichtig ist, um einige der Probleme, die Hector hatte, und die dein beißender Papagei oder Sittich vielleicht auch hat, zu verstehen.

Mir wurde ein perfekter Käfig aufgeschwatzt

Zurück zu meiner Geschichte. Endlich war es so weit. Baby-Hector durfte zu mir nach Hause kommen. Mir wurde ein perfekter Käfig aufgeschwatzt, der „wissenschaftlich“ genau richtig war: eineinhalb mal die Flügelspannweite des Vogels. Ich fand den Käfig furchtbar klein. Aber mir wurde mit Expertenmine gesagt, dass er sich in einem größeren Käfig nicht sicher fühlen würde. Oh. Ok.
Das wirklich Harte an dieser Geschichte ist, das mein Bauchgefühl bei all diesen Sachen laut „nein“ geschrien hat. Aber ich habe es ignoriert, weil mir ja die Experten was anderes erzählten. Kommt dir das bekannt vor? Du bist nicht allein! 

Vielleicht war es für Hector schlussendlich ein Glück. Denn wenn ich auf mein Bauchgefühl gehört hätte, dann hätte ich dem Laden den Rücken gedreht und wer weiß, wo er dann gelandet wäre - in was für einer Haltung. 

Er wäre vermutlich früh gestorben

Außerdem wäre er vermutlich früh gestorben. Denn mit seinen zarten 16 Wochen hatte Hector bereits eine Aspergillose, wie ich später herausfand. Die Futtermischung, die mir die „Experten“ mitgaben hatte unter anderem Erdnüsse in der Schale, die sicherlich nicht geholfen haben. Zudem war der kleine Kerl im Dauerstress durch die Handaufzucht und das Leben auf der Ladentheke, wo jeder Kunde ihn nach Herzenslust angrapschen konnte. Stress, wie wir wissen, schwächt das Immunsystem, das bei solch einem jungen Lebewesen ohnehin noch nicht besonders stark ist.

Hector hatte also nicht die besten Voraussetzungen für ein tolles, gesundes Leben.  

Hector biss meine Hände blutig

Zu Hause angekommen ging das Drama dann auch richtig los. Hier war nämlich keiner, der ihn in ein Burrito wickelte, sodass ich ihn gefahrlos anfassen konnte. Hector fand Hände ganz, ganz doof und biss mir meine blutig, jedes Mal wenn ich in seine Nähe kam. Soviel hatte er nämlich in seinem zarten Alter schon gelernt: "Mit Bissen kann ich mir Grapscher vom Hals halten."

Er hatte noch eine Eigenschaft mitgebracht. Er knurrte wie ein Hund. „Wie süß! Das zeigt seine Sprachbegabung! Er macht bereits die Hundegeräusche im Zooladen nach.“ 

Beißende Papageien & Sittiche haben keine andere Wahl

Wer auch nur ein bisschen Erfahrung mit Graupapageien hat, weiß, dass dieses Knurren ein Zeichen von wirklich großer Angst ist. Dies wurde jedoch total ignoriert, da es ja Sprachbegabung war. Natürlich wurden auch sämtliche subtileren Anzeichen von Angst oder Abwehr komplett ignoriert, da sie gar nicht erst bemerkt wurden. Hector hatte also - wie so viele beißende Papageien & Sittiche - gar keine Wahl als zu beißen.

Kurz darauf, wurde die Tochtergesellschaft, bei der ich in New York arbeitete, verkauft und ich ging wieder zurück nach Deutschland. Also ging erst einmal der Papierkrieg los. Die Dame aus dem Zooladen half mir, denn sie hatte dies wohl schon öfters für Käufer ihrer Papageien gemacht. Sie belustigte sich über die „völlig absurden“ deutschen Regeln. Diese verlangten von mir einen gegengeschlechtlichen, gleichartigen Partner für Hector und einen Käfig von mindestens zwei Meter Breite und einem Meter Tiefe. Wow.

Ist in Deutschland Alles besser?

Du glaubst jetzt vielleicht, dass das halt eben nur die dummen Amis sind. Hier in Deutschland ist ja alles besser, weil hier ja Tierschutz groß geschrieben wird. Oder? ... Hör dir mal den Rest dieser Geschichte an. Ich kam also in Deutschland an und brauchte dringend einen großen Käfig. Tagelang telefonierte ich von Hüh, nach Hott und besuchte Zooläden. Der absolute Hammer war, dass solche Käfige nicht nur nicht zu kaufen waren, die Verkäufer hatten noch nie von diesen Mindestanforderungen, die ich erfüllen musste, gehört. Diese waren 2001 bereits sechs Jahre alt. Also Zeit genug, darüber informiert zu werden, sollte man meinen. Ich kaufte dann im Endeffekt einen Käfig, der nur halb so groß war. Er war der Größte, den ich kriegen konnte. Was sollte ich machen?

Endlich ein Züchter mit Graupapageien-Babies

Als nächstes suchte ich ein Weibchen für Hector. Auch da habe ich abenteuerliches erlebt. Ein Zooladen, der keine Graupapageien hatten, versuchte mich davon zu überzeugen, dass eine Blaustirnamazone ein perfekter Partner sei. Wieder so ein Experte. Nun ja, da ich die mir gestellten gesetzlichen Auflagen erfüllen musste, kam ich dieses Mal glücklicherweise null in Versuchung, der Expertin zu glauben. Aber ich kenne genug solcher Geschichten, dass ich weiß, das dies leider immer noch ein Thema ist. Aber dann fand ich endlich einen Züchter; mit Graupapageien-Babies; und Weibchen! Juchuh. 

Also Hector eingepackt und dahin gefahren. Was da passierte war auch ein Treppenwitz. Der Züchter hat vielleicht gezüchtet. ABER zusätzlich hat er von überall her nestjunge Papageien bekommen, diese mit der Hand aufgezogen und verhökert

Erst einmal ist es natürlich hochproblematisch, dass ich einen ungetesteten Papagei zu diesen Babies mitnehmen konnte. Es grenzt an ein Wunder, dass wir uns in dem hin- und her von Papageien aus verschiedenen Beständen keinen Virus eingesammelt haben.

Sie wollte vom Boden weg

Alle Stühle waren besetzt und so hockte ich mich mit Hector auf den Boden und das weibliche Baby wurde mir in den Schoß gesetzt. Hector hockte auf meiner Schulter. Das Baby versuchte so schnell wie möglich an mir hochzuklettern. Der Züchter-Experte versicherte mir, das sein ein tolles Zeichen, da sie unbedingt zu Hector hinwolle. Das ist natürlich völliger Quatsch. Sie wollte einfach vom Boden weg. Aber, ich glaubte ihm. Der freundliche Züchter stutzte mir dann noch Hector nach, weil seiner Ansicht nach, die Federn nicht kurz genug waren und das Baby auch gleich mit. 

Nachdem ich Lily gekauft hatte, suchte ich einen vogelkundigen Tierarzt, da ich sie durchchecken lassen wollte. Ich fand dann auch einen ganz in der Nähe, der mir von der Vogelklinik in Gießen empfohlen wurde. Super!

Der Tierarzt wollte meine Babies einseitig stutzen

Also packte ich beide Vögel in paar Tage später ein und fuhr dahin. Er kommentierte, dass Hector sehr kurz gestutzt sei. Ich erklärte ihm, dass Lilys Züchter, das gemacht hatte, weil Hector trotz Stutzen ein bisschen fliegen konnte. Der freundliche Tierarzt-Experte erklärte mir dann, dass der Vogel einseitig gestutzt werden müsse, um Fliegen zu verhindern. Er bot auch sofort an, dies bei beiden Vögeln zu machen. Es wurde kein Wort über Tierschutz und die Konsequenzen für die Vögel erwähnt

Glücklicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits die Info aus einem meiner Bücher, dass einseitiges Stutzen so ziemlich das Schlimmste ist, was man einem Papagei antun kann. Der Vogel kann dann nämlich noch nicht einmal Flatterübungen machen, weil es den ganzen Körper herumreißt. Ich lehnte diese Angebot denn auch ziemlich entsetzt ab. 

Man kann nicht blind vertrauen

Ein paar Tage später, passierte, was passieren musste. Der brutal gestutzte Hector stürzte ab und fiel wie ein Stein zu Boden. Dabei brach er sich die Schnabelspitze ab. Es war Hochsommer und Hector ein Baby. Der Tierarzt, den ich natürlich sofort anrief, meinte lakonisch, es sei schon nichts passiert. Es würde auch nichts ausmachen, wenn Hector ein paar Tage lang nichts fressen oder trinken würde. Meine Güte, selbst als Laie, der nur ein paar Bücher gelesen hatte, wusste ich, dass das nicht richtig war. Tja und so lernte ich, dass man sogar auf Papageien spezialisierte Tierärzte, die von der Uni Gießen empfohlen werden, nicht blind vertrauen kann.

Glücklicherweise, fand ich dann eine Tierärztin, die den Namen vogelkundig verdiente. Sie machte alle notwendigen Untersuchungen und behielt Hector bei sich, um ihn bis es ihm besser ging per Kropfsonde zu ernähren.

Ich könnte mich treten

Er hat‘s überlebt und ist heute, 18 Jahre später, immer noch bei mir. Das Beißen habe ich ihm weitestgehend abgewöhnt. Zwischen seinem letzten und vorletztem Biss lagen immerhin 14 Jahre. Seit seinem letzten Biss sind auch schon wieder mehr als zwei Jahre vergangen. Bisstechnisch also kein großes Ding. Natürlich tat er Biss weh. Aber viel schlimmer ist, dass ich nicht aufgepasst habe und ihn unabsichtlich so sehr bedrängt hatte, das er das Gefühl hatte, aus Notwehr beißen zu müssen. Armes Kerlchen. Dafür könnte ich mich treten.

Uff das ist jetzt nicht ganz so locker-flockig geworden, wie geplant. Es ist ein Thema, das mir wirklich nahe geht. Weil so oft Tiere für die Dinge bestraft werden, die eigentlich wir Menschen verbockt haben

Ich ziehe beißende Papageien magisch an

Seit Hector ziehe ich beißende Papageien geradezu magisch an. Über die Jahre habe so viele davon aufgenommen und ihr Vertrauen gewonnen. Jack, Nikita, Mr. Darcy, um nur ein paar zu nennen sind liebenswerte Mitbewohner geworden. Sogar Shelby, mein Irish Wolfhound (ein Hund, kein Papagei - aber ähnliches Prinzip), mit extremen Aggressionsproblemen wurde nach nur zwei Wochen lammfromm. Sein größtes Problem derzeit ist, dass er viel zu viel Platz im Bett wegnimmt.

Ich habe auch unzähligen Papageien- & Sittichhaltern geholfen, ihre Beißprobleme zu lösen. Aber was ich dir mit meiner Geschichte ganz doll ans Herz legen möchte. Es geht bei Anti-Aggressionstherapie nicht darum, den kaputten Vogel zu reparieren, damit der Mensch nicht mehr gebissen wird.

Beißende Papageien & Sittiche brauchen Vertrauen

Dein Vogel hat einen Grund, warum er beißt. Auch wenn du diesen Grund nicht kennst. Wir sind es schuld, wenn unsere Sittiche und Papageien beißen. Wenn nicht wir persönlich, dann zumindest irgendwelche anderen Menschen. Deswegen ist das Wichtigste bei Beißproblemen bei Papageien und Sittichen, die Situation unseres Vogels so zu verbessern, dass er es nicht mehr nötig hat zu beißen.

Gerade wenn du beißende Papageien & Sittiche hast bedeutet dies mehr Verständnis, mehr Rücksicht, bessere Kommunikation. Es geht nicht um Dominanz und zeigen, wer der Chef ist. Es geht um den Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen. Es geht nicht um das schnöde Abdressieren irgendwelcher Verhaltensweisen oder um Einschüchterung. Es geht um Beziehungstraining - dein Training - von besserem Beobachten und mehr Verständnis. Es geht um das sanfte, gemeinsame Formen von Verhaltensweisen und-ritualen, die für dich UND für deinen Vogel funktionieren. So haben du und dein Vogel eine Chance Freunde zu werden, anstatt Feinde, die sich eine Wohnung teilen.

Bitte melde dich, wenn du Hilfe brauchst

Beißende Papageien & Sittiche brauchen in erster Linie mehr Vertrauen und Rücksichtnahme. Ich hoffe, dass du diese Gedanken im Hinterkopf behältst, wenn du dich mit deinem beißenden Papagei oder Sittich auseinandersetzt. Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Glück & Erfolg bei deiner Problemlösung! Und wenn du Hilfe brauchst, dann komm‘ bitte auf mich zu. Du kannst über www.dievogelschule.com/kontakt ein kostenloses Erstgespräch mit mir buchen, um einfach mal darüber zu reden. Ich freue mich, von dir zu hören.

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal an meinen Clicker- & Beziehungstraining-Kurs erinnern, der am 11. Februar anfängt. Darin geht es unter anderem auch um dieses Beobachten lernen, Verständnis, Beziehungs- und Vertrauensaufbau und natürlich auch um verschiedene Übungen, die das Zusammenleben erleichtern. Informationen und Anmeldung auf meiner Webseite. 

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Papageienexpertin Ann Castro mit dunkelrotem Ara

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