Dies & Das | 08. Februar, 2016

Wellensittich auf Vogelwaage

Hallo, Ihr Lieben, schon wieder ist fast ein ganzer Monat vergangen. Die Zeit rast nur so dahin. Wir haben einige Termine für Papageien & Sittiche bzw. deren Halter, an die ich Euch erinnern möchte. Außerdem suchen wir Clicker-Wellis und ein neues Zuhause für einen Kakadu.

Termine

3 Engel für Tiere

Die neue Staffel für 3 Engel für Tiere ist diesen Samstag angelaufen. Wir haben umgestellt, auf nur noch zwei Fälle pro Sendung, damit wir ein bisschen mehr Zeit haben, die oftmals komplexen Geschichten, besser zu erzählen. Ich hoffe, das neue Format gefällt Euch. Wir haben ein paar richtig spannende Papageienfälle mit Überraschungen an folgenden Terminen zu sehen. Ich werde dann auch wieder auf Facebook einen Chat zur Sendung machen.

13.02.2016 Graupapagei Rupfproblem 27.02.2016 Gelbbrustaras Verpaarung & Vergesellschaftung einer Vierergruppe 12.03.2016 Gelbbrustaras & Graupapagei Allergie und Aggressionsproblem & Verpaarung

Viel Spaß beim Schauen! 🙂 ps. Denkt bitte dran, dass wir wieder Bewerbungen entgegen nehmen, falls Ihr Hilfe jedweder Art mit Papageien, Sittichen und anderen Vögeln braucht.

1. Nürnberger Papageientag

27.02.2016 1. Nürnberger Papageientag mit Dr. Fritz Karbe (vogelkundiger Tierarzt), Rene Wüst (Fonds für bedrohte Papageien) & ich. Infos hier: click mich

Clickertraining – aber richtig!

09.04.2016 Tagesseminar für Papageien & Sittiche mit Ann Castro in 65719 Hofheim. Infos & buchen hier: click mich

Clicker-Wellensittiche

Falls Du mit Deinen Wellensittichen erfolgreich clickerst, dann würde ich gerne von Dir hören. Wir möchten ein Video drehen von Wellis, die freiwillig auf eine Waage für die wöchentliche Gesundheitsvorsorge gehen. Wenn Deine Wellis das also schon können oder Du Dir zutraust, es ihnen kurzfristig beizubringen, dann melde Dich bitte bei mir (ann@dievogelschule.com).

Wellensittich auf Vogelwaage

Lieber Weißhaubenkakaduhahn sucht artgerechtes Zuhause

Charly wurde von einer Wildvogelauffangstation gefunden und lebt derzeit auf einer Pflegestelle. Sein Alter und seine Vorgeschichte sind unbekannt, da er ein Fundvogel ist. Der Tierarzt und die Pflegestelle gehen davon aus, dass er mindestens 20 Jahre alt ist. Außerdem ist Charly flugunfähig. Leider kommt er mit Hähnen nicht klar. Deshalb wird er ausschließlich zu einer Weißhauben Kakadu Henne vermittelt, NICHT in Einzelhaltung und NICHT in eine Gruppe. Vor Männern hat er Angst, greift diese aber nicht an. Bei Frauen ist er ein echter Schmuser: ganz liebevoll und vorsichtig. Er wird mit dem Papageienmenü gefüttert und soll dieses auch weiterhin bekommen. Die Pflegestelle gibt mindestens zwei Wochen davon beim Umzug mit.

Die Vermittlung läuft über das Landratsamt Dresden (Naturschutzbehörde) per Überlassungsvertrag. Selbstverständlich wird das neue Zuhause auf Herz und Nieren geprüft. Außerdem bekommt das neue Zuhause die Auflage, ihn zu chippen, da er den Ring immer wieder abbeißt.

Umziehen wird er frühestens ab März.

Die Abgabe erfolgt über unsere Selbstauskunft, Platzkontrolle und Überlassungsvertrag des Landratsamt Dresden (Naturschutzbehörde).

Kontakt: Inka Pelk E-Mail: papageientraum@gmail.com

Bitte helft Charly und verteilt unsere Suche weiter. Duschender Weißhaubenkakadu

Wie es mit Salomonenkakadu Paul weiterging

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Kakadu Paul – Der Wanderpokal

Am Ende unseres hundkatzemaus-Beitrags vom 26.04.2014 wurde Salomonenkakadu Paul schon wieder abgegeben: in sein mittlerweile fünftes Zuhause, der arme Kerl. Viele von Euch haben sich nach der Sendung bei mir gemeldet, um zu erfahren, wie es mit Paul weiterging. Ich wusste es nicht, da die Abgabe von Paul in keiner Weise mit mir abgestimmt wurde und völlig ohne mein Wissen geschah. Das war auch für mich sehr unbefriedigend und, ja, auch besorgniserregend. Mir war der kleine Paul ja auch ordentlich ans Herz gewachsen. Stellt Euch also meine Freude vor als ich nach der Sendung eine E-Mail von Pauls neuer Besitzerin erhielt. Endlich konnte ich erfahren, was mit Paul geschah! Katja und ihr Freund Slawek hatten bisher noch keine Kakadu- aber zumindest Großpapageienerfahrung in Form eines Pärchens Amazonen und wollten Paul unbedingt eine Chance geben. Wie ihr wisst, sind Amazonen ja auch nicht immer „ganz ohne“ als Vorbereitung auf die Kakaduhaltung also gar nicht mal schlecht. Jeder hat ja mal irgendwie angefangen. 🙂 Katja schrieb mir, dass Paul nach wie vor laut ist, aber Beilange nicht so schlimm und dauerhaft schreit, wie zuletzt bei Anika & Thomas, den Vorbesitzern. Das liegt meiner Meinung mit großer Wahrscheinlichkeit an drei Faktoren:

Erstens haben Katja und Slawek, obwohl beide berufstätig sind, doch mehr Zeit für Paul als seine vorherigen Besitzer und bekommt somit viel mehr Zuwendung, die er dringend benötigt. Zweitens befindet sich Paul noch in der sogenannten Flitterwochen-Phase. Die erlebt man oft beim Einzug neuer Papageien. In dieser Phase, die je nach Tier unterschiedlich lang dauern kann, verhalten sich die Vögel sehr zurückhaltend. Erst wenn sie richtig „angekommen“ sind, zeigen sie völlig ungeniert ihr wirkliches Naturell. Das kann manchmal ein richtiger Schreck für die neuen Besitzer sein. 🙂 Deshalb muss man diese Flitterwochen-Phase unbedingt nutzen, um das verbesserte Verhalten zu verstärken und dadurch dauerhaft zu machen. Drittens ist Paul nie mehr ganz alleine gelassen, da er immer Sichtkontakt zu den Amazonen hat. Aus Sicherheitsgründen sitzen sie nie unbeaufsichtigt zusammen, aber es ist doch etwas ganz anderes als alleine im stillen Kämmerlein zu hocken, so wie es zuletzt bei Anika und Thomas, nach der Geburt ihres Babys, der Fall war.

Katja und Slawek haben mich jetzt um Hilfe bei Pauls Verhaltenstherapie und bei der Suche nach einer Henne gebeten. Diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach. Mir ist der kleine Kerl wirklich ans Herz gewachsen und natürlich fühle ich mich für meinen ehemaligen Patienten auch weiterhin verantwortlich.

Ein Mädel für Paul

Beim Verhalten kann ich Paul, in Zusammenarbeit mit Katja und Slawek, alleine helfen. Bei der Suche nach einer Henne brauchen wir allerdings Euer aller Hilfe. Das kriegen wir alleine einfach nicht hin. Ihr wisst selbst, wie rar Kakaduhennen sind. Würdet Ihr bitte deshalb die Suche nach einer Henne für Paul in all Eure Kanäle, seien es Foren, Twitter, Youtube, Facebook oder wo auch immer verteilen und alle um Mithilfe bitten? Nur so können wir es schaffen. Die Henne sollte unbedingt geschlechtsreif und virenfrei sein. Abgesehen davon muss sie nicht hübsch oder gar perfekt sein. Paul ist ja auch flugunfähig und die Liebe hat ein großes Herz. 😉 Damit Ihr Euch einen Eindruck von Pauls neuem Zuhause machen könnt, hänge ich Euch hier ein paar Bilder an, die Katja mir zur Verfügung gestellt hat. Es wäre wirklich toll, wenn wir es gemeinsam schaffen könnten, Paul dabei zu helfen, doch noch ein superglücklicher Vogel in einem tollen, dauerhaften Zuhause zu werden.

Bitte kontaktiert Katja direkt, wenn Ihr eine passende Henne für Paul habt: E-Mail: katharina.orschulik@gmx.de Handy: 016090877703

Danke für Eure Hilfe! 🙂

Eure, Ann.

Hier sind die Bilder: [Show as slideshow] Salomonenkakadu Paul Nochmal Paul Salomonenkakadu Paul bekommt Besuch von Amazone Die Amazonen Paul & die Amazonen gemeinsam Paul's neues Reich Das Vogelzimmer

© Katja Orschulik, www.DieVogelschule.com

Kakadu-Fall bei Hundkatzemaus am Samstag, den 26.04.2014, um 18:00 Uhr auf VOX!

Kakadus bei Hundkatzemaus am Samstag, den 26.04.2014, um 18:00 Uhr bei VOX!

Huhu, Ihr Lieben, ich hatte versprochen, Euch zu informieren, wenn wieder was von mir im Fernsehen kommt. Hier isses: VOX strahlt einen meiner „3 Engel für Tiere„-Fälle als „Anfixer“ am Samstag, 26.04. um 18:00 bei hundkatzemaus aus.

„Salomonen-Kakadu Paul hat bisher eine Odyssee durch vier Pflegefamilien durchgemacht. Auch seinen jetzigen Besitzern setzt er mit lauten Schrei-Tiraden und aggressiven Drohgebärden zu. Doch was ist die Ursache für Pauls querulantes Verhalten? Liegt es daran, dass der einsame Kakadu eine Partnerin braucht? Ein Fall für hundkatzemaus-Papageienexpertin Ann Castro!“

Ich will ja nix vorweg nehmen. Aber das war so ein Fall, bei dem ich gleich mehrfach in die Tischkante hätte beißen können! Hoffe, Ihr findet ihn spannend und informativ!

LG, Ann.

Kakadus bei Hundkatzemaus am Samstag, den 26.04.2014, um 18:00 Uhr bei VOX!

ZUHAUSE GEFUNDEN: Salomonenkakaduhahn Paul, flugunfähig

Kakadus bei Hundkatzemaus am Samstag, den 26.04.2014, um 18:00 Uhr bei VOX!

Paul, der Salomonenkakadu, den Ihr in meinem Papageienfall bei hundkatzemaus sehen konntet, hat ein neues Zuhause gefunden. Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Wie es mit Salomonenkakadu Paul weiterging Fast ein Jahr lang haben die Adoptiveltern von Salomonenkakaduhahn Paul erfolglos eine Henne für ihn gesucht. Jetzt haben sie sich schweren Herzens dazu entschlossen, ihn in ein artgerechtes Zuhause abzugeben. Er soll nicht länger alleine sein. Gesucht werden also liebe Vogeleltern mit einsamer Kakaduhenne, die Paul ein schönes Zuhause mit Familienanschluss bieten können.

Paul ist flugbehindert. Eine Übernahmeuntersuchung durch einen vogelkundigen Tierarzt wurde bereits vorsorglich durchgeführt. Paul ist virenfrei. Paul wird kostenlos an ein wunderschönes Zuhause abgegeben. Die Untersuchungskosten von rd. €300 sollen jedoch erstattet werden.

ACHTUNG: Paul wird nicht an Züchter, Abgabestationen, in Einzel- oder Käfighaltung vermittelt! Eine Platzkontrolle wird durchgeführt!

Anfragen bitte per E-Mail an Katarina Knocke bei DOCMA-TV (k.knocke@docma-tv.com). Ihr könnt bei der Auswahl helfen, indem Ihr eine ausgefüllte Selbstauskunft an Eure E-Mail mit dran hängt.

Bitte weiterverteilen!

Hier sind noch ein paar süße Bilder von Paul:

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ZUHAUSE GEFUNDEN! Timney Graupapagei Sammy

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ZUHAUSE GEFUNDEN! Heute ist Sammy in sein neues Zuhause eingezogen. Danke noch einmal an Euch alle für Eure Hilfe beim Weiterverteilen unserer Suche! ♥ 🙂

ZUHAUSE GESUCHT: Timney Graupapagei bei Frankfurt Nachdem die kleine Weißhaubenkakaduhenne Gina endlich ihr neues Zuhause gefunden hat, kam auch gleich der nächste Notfall per Post bei mir an. Eigentlich tätige ich ja keine Vermittlungen, aber der oder die kleine Timney Graupapagei Sammy braucht wirklich dringend liebe Adoptiveltern.

Sammy muss bis zum 23. Januar eine Pflegestelle oder ein neues Zuhause gefunden haben, da die derzeitige Besitzerin dann ins Krankenhaus kommt.

Wir brauchen: 1. Freiwilligen, der Sammy zum vkTA Fahren kann (Nähe Frankfurt / M.) 2. (Teil-)Sponsor, der die TA-Kosten übernehmen oder vorstrecken kann ( Paypal-Spendenlink: http://bit.ly/198RRPu ) 3. Pflegestelle 4. Adoptiveltern, die Sammy ein ARTGERECHTES Zuhause bieten können.

Wer kann helfen? Interessenten können sich bitte an mich wenden (ann@dievogelschule.com). Denen, die in Frage kommen, gebe ich die Telefonnummer der Halterin, um zu vermeiden, dass unseriöse „Elemente“ versuchen, ihr den Vogel abzuluchsen.

Ein Bild habe ich leider noch nicht, aber hier ist der Brief der derzeitigen Besitzerin an mich. Sie hat mir die Erlaubnis gegeben, ihn zu veröffentlichen.

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ZUHAUSE GEFUNDEN: Weißhaubenkakaduhenne, Pacheco-positiv

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Gute Nachrichten: Nachdem sich Tausende von Euch an der Suche nach einem neuen Zuhause für Gina beteiligt haben, wurde eine Pflegefamilie gefunden. Und dann geschah Ginas ganz persönliches kleines Weihnachtswunder: Die Familie hat sich unsterblich in die kleine Gina verliebt und sie darf dort für immer bleiben. Ende gut, alles gut! 🙂

Zuhause gesucht: Ich könnte echt heulen. Nach drei entsetzlichen Monaten in einem Starkraucherhaushalt und unbehandelten gesundheitlichen Problemen sollte die kleine Gina endlich ein wunderschönes, Zuhause mit einem liebevollen Partner bekommen. Doch das Schicksal wollte es anders. Bei der Übernahemuntersuchung stellte sich heraus, dass Gina Pacheco-positiv ist. Obwohl ihre ausgesuchten Adoptionseltern Gina schon richtig ins Herz geschlossen haben, können sie das Risiko für ihren eigenen Schwarm natürlich nicht eingehen. Wir suchen jetzt also ein tolles Für-immer-Zuhause für die kleine Gina (8 J.), in dem sie keine anderen Papageien in Gefahr bringt. Im Idealfall wäre dies zu einem pacheco-positiven Hahn. Falls dies nicht möglich ist, werden wir sie als Einzelvogel vermitteln, aber mit der Auflage, dass ein Hahn für sie beschafft wird. Da sie aus der Quarantänestelle raus muss, haben wir leider auch noch Zeitdruck. Bitte helft alle mit, damit Gina eine schöne Zukunft bekommt. Anfragen bitte per E-Mail an mich (ann@dievogelschule.com). Ihr könnt mir bei der Auswahl helfen, indem Ihr eine ausgefüllte Selbstauskunft an Eure E-Mail mit dran hängt. Hier ist ein Bild von der süßen kleinen Maus. Weißhaubenkakaduhenne

1,0 Triton-Kakadu, 8 Jahre, sucht neues Zuhause

26.09.2011

Wir suchen ein artgerechtes neues Zuhause auf Lebenszeit für einen Triton-Gelbhaubenkakadu. Jago ist männlich und 8 Jahre alt.

Abgabe nur an fachlich kompetente Halter, die Jago Artgenossen, ausreichend Platz, gesunde Ernährung, Beschäftigung und medizinische Betreuung bieten können.

Mehr Informationen und Kontakt bei uns im Forum.

Notfall: verletzte Gelbhaubenkakaduhenne - wird behindert bleiben

21.09.2011

Wir suchen dringend eine Pflegestelle bzw. ein neues Zuhause für eine Gelbhaubenkakaduhenne mit Fußverletzung. Das Tier muss medizinisch versorgt werden. Also bitte melde Dich (bei uns im Forum) nur, wenn Du dazu in der Lage bist.

Der jetzige Besitzer ist entweder unfähig oder zu desinteressiert, um sie zu versorgen. Die Henne hat an einem Fuß alle Krallen bis auf eine verloren. Der Stumpf und die verbleibende Kralle müssen medizinisch weiterversorgt werden, damit sie sie nicht auch noch verliert. Die Verletzung ist ca. vier Wochen alt und die Kleine kommt mit ihrer Behinderung überhaupt noch nicht klar.

Leider ist die Henne auf nichts getestet und wir haben den Eindruck, dass der Besitzer sie auch nicht testen wird. Wer auch immer ihr helfen kann, benötigt also einen „dichten“ Quarantäneraum, falls sie Virenträgerin ist, was wir nicht wissen.

Ich weiß es ist schwierig, aber vielleicht können wir der armen kleinen Maus gemeinsam helfen. Bitte weiterposten.

Interessenten bitte bei uns im Forum melden.

 

ERLEDIGT: Die Henne findet ein neues Zuhause bei Inka.

Kira und Bruno: Handaufzucht und Naturbrut

In ihrem Artikel erzählt Ute Becker, von ihren Kakadus Kira und Bruno. Kira ist eine Handaufzucht und Bruno ist eine Naturbrut. Interessant ist deshalb auch der Vergleich im Verhalten der beiden Vögel.

Von Ute Becker

Schon immer hatte ich mit dem Gedanken geliebäugelt, mir einen Kakadu anzuschaffen. Im Mai 2003 rief mich mein Sohn an und erzählte mir, er hätte in der Zeitung eine Anzeige gelesen: „Verkaufe Weißhaubenkakadus aus Handaufzucht“. Kurzerhand rief ich dort an und vereinbarte für den nächsten Tag einen Besichtigungstermin.

Ich sagte dem Züchter, dass ich ja gern einen Kakadu haben wollen würde, aber es hieß ja immer, man sollte nur ein Paar halten und dafür hätten wir keinen Platz. Die Antwort des Züchters lautete, das wäre gar kein Problem! Die Vögel könne man ruhig allein halten, sie wären es durch Handaufzucht so gewöhnt und kennten es nicht anders. Das war natürlich Öl auf mein Feuer.

Als uns Kira präsentiert wurde, latschte sie auf dem Tisch zu jedem von uns hin, blieb stehen, legte den Kopf auf die Seite und sagte laut und deutlich „Hallo“. Ab diesem Moment hatte sie mich eingekauft. Als ich den Preis hörte, verschlug es mir zwar die Sprache, aber das war schon fast Nebensache.

Die ersten Tage verliefen ganz prima. Kira suchte zwar verstärkt Kontakt zu meinem Sohn, war aber auch zu allen anderen Familienmitgliedern lieb. Nach einer Woche änderte sich das. Sie kam nicht mehr auf meine Hand und wenn ich versuchte sie aus ihrem Schlafkäfig herauszunehmen, um sie in die Gartenvoliere zu bringen, biss sie nach mir. Es ging teilweise so weit, das sie mich ansprang und mir ins Gesicht biss. Wenn nachmittags meine drei Männer von der Arbeit kamen, tat Kira ganz so, als ob nix wäre und benahm sich wie der liebste Vogel auf der Welt – auch mir gegenüber!

Zumeist brüllte sie wie am Spieß, wenn keiner mehr von der Familie in Sichtweite war. Am liebsten saß sie auf ihrer Stange inmitten der Familie. Konnte sie dann noch einen Zwieback zerbröseln war die Welt in Ordnung. Kira war natürlich unser Mittelpunkt. Sie beherrschte es perfekt, Aufmerksamkeit zu erzielen. Sie war und ist eine regelrechte „Katze mit Federn“. Spielen und schmusen am liebsten 20 Stunden am Tag. Zwischendurch wird ein kurzes Nickerchen eingelegt um die Batterien wieder aufzuladen. Alles was ihr verboten wurde machte natürlich doppelt so viel Spaß. Mich hatte sie z.B. dazu auserkoren mir in die Schuhe zu beißen, manchmal waren meine Füße dabei im Weg. Das tut höllisch weh! Auch ist Kira penetrant aufdringlich, vor allem dann, wenn sie nicht unsere 100%ige Aufmerksamkeit hatte.

Dann hatte mein Sohn die Idee, im Internet nach „Material“ über Kakadus zu suchen und wurde auch fündig. Dort bekamen wir dann zwar wertvolle Tipps, wurden aber auch wegen unserer gemachten Fehler angegriffen. Zum Beispiel wurden wir regelrecht verteufelt, weil wir Kira zweimal im Garten an einer Fusskette außerhalb der Voliere gehalten hatten. Wohlgemerkt: Nur wenn wir dabei waren! Wer riskiert es schon, dass sein teurer Vogel wegfliegt? Kiras Flügel wollten wir nicht beschneiden, immerhin ist sie ein Vogel. Übrigens hatten wir diese Fusskette beim Züchter!!! gekauft. Bis dahin wussten wir nicht, dass dies gefährlich sein kann. Der Züchter hat uns das nicht gesagt. Eben um solche Fehler zu vermeiden, haben wir ja Hilfe im Internet gesucht.

Unsere Kontakte, die wir über das Internet fanden, waren maßgeblich daran beteiligt, dass wir uns für Kira einen Partner angeschafft haben. Dadurch erfuhren wir, dass bei Einzelhaltung eines Kakadus dieser ab Geschlechtsreife Verhaltensstörungen bekommen kann. Dies wollten wir Kira und uns natürlich nicht antun. Ein wenig Angst hatten wir aber auch. Wird es gut gehen? Werden sich die beiden vertragen? Immerhin war Kira ein Jahr lang der absolute Mittelpunkt (und das meine ich wörtlich).

Wir haben uns nach einem Naturbrut-Partner umgesehen. Der Vogel sollte auch jünger als Kira sein. Unser Bruno ist behindert. Er hatte sich den Fuß ausgerenkt und weil dies nicht sofort behandelt wurde, ist es schief zusammengewachsen. Für die Zucht nun angeblich ungeeignet, überließ uns der Züchter den in seinen Augen minderwertigen Vogel für wenig Geld.

Obwohl eine Naturbrut, wurde Bruno sehr schnell zahm. Nach zwei Wochen leckte er mir schon Joghurt vom Finger. Nach drei Wochen ließ er sich bereits streicheln. Beide Vögel vertragen sich relativ gut, aber die große Liebe ist es (noch) nicht. Bruno beobachtet Kira sehr aufmerksam. Alles was sie so treibt, macht er dann nach.

Kira ist fürchterlich eifersüchtig. Sie muss ja nun unsere Aufmerksamkeit teilen. Ist Bruno bei mir zum Kuscheln, kommt auch sie und drängelt. Wenn Bruno mit Kira schmusen will, schreit sie wie am Spieß und tut so, als ob er sie vergewaltigen wolle. Auch lässt sie es bis heute nicht zu, dass er sie putzt. Umgekehrt ist es kein Problem.

Ich habe auch beobachtet, dass sich Kira meist nur mit Bruno beschäftigt, wenn wir nicht in unmittelbarer Nähe sind. Aber sie gibt sich immerhin mit ihm ab und sei es auch nur deshalb, weil man sich wieder einmal um das Spielzeug oder die Leckerbissen streiten muss. Der Bruno könnte ja mehr haben.

Unsere Geier jedenfalls haben uns gut im Griff. Wir fragen uns oft, wer hier wen erzieht. Und ich muss gestehen, sie setzen öfter als uns lieb ist, ihren Kopf durch. Sie entscheiden, wann wir Zeitung lesen oder fernsehen. Auch passt sich so langsam die Wohnungseinrichtung den Vögeln an. Es kommt der Tag an dem wir uns wohl noch von Sisalseil zu Sisalseil hangeln. Von den Kakadus in ihrem Reich geduldet.

Ich möchte die beiden Geier nicht mehr hergeben, aber sie sind manchmal mehr als anstrengend. Vor allem Kira. Wenn sie es mit ihrem Geschrei oder ihren Dummheiten übertreiben, könnte ich ihnen manchmal den Hals umdrehen. Wenn wir damals schon gewusst hätten, was da so genau auf uns zukommt, hätten wir uns den Kauf zweimal überlegt. Aber auf der anderen Seite: Wenn sie lieb sind und drollig, oder zärtlich miteinander umgehen ist es ein unbeschreibliches Glücksgefühl, dabei sein zu dürfen. Eines jedoch würde ich aus heutiger Sicht anders machen: Ich würde nie wieder eine Handaufzucht kaufen!

Außer das der Vogel von Anfang an zahm ist, sehe ich aus heutiger Sicht keinen anderen Vorteil von einer Handaufzucht, hingegen aber viele Nachteile. Unsere Naturbrut, Bruno, ist genauso zahm, wie Kira, aber ohne die unangenehmen Begleiterscheinungen. Kira hat absolut keinen Respekt vor dem Menschen. Bruno kann man z.B. etwas aus dem Schnabel nehmen und er lässt es zu. Kira beißt zu wenn man das versucht. Außerdem ist Kira total auf den Menschen fixiert, was äußerst anstrengend ist. Bruno hingegen kommt auch gern schmusen, ist aber bei weitem nicht so aufdringlich, möchte sich dabei aber trotzdem gern mit Kira beschäftigen, was sie aber leider nicht oft zulässt.

Das Zähmen von Bruno ging so schnell (ca. 2 Wochen), dass dies überhaupt kein Grund ist, eine Handaufzucht zu kaufen. Ich denke, nur die Züchter profitieren davon, nämlich vom Preis.

Darum: Handaufzucht nein danke!

 

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