Ann Castro – Die Vogelschule
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Bücher lesen mit vier Grünflügelaras

10-01-2012
Ja, lacht nicht. Es war doch einen Versuch wert.
Wie Ihr wisst, kommen Lizzie und Sam sich langsam näher. Wenn ich Lizzie abends abhole, um sie zu Bett zu bringen, wollte sie immer auf den Freisitz, um dort die Futterschalen zu räubern. Das hat sich jetzt geändert. Jetzt muss Lizzie erst einmal auf den Schrank, auf dem Sam sitzt und mit ihm ein bisschen knutschen. Erst dann will sie zu mir. Sam ist auch hin und weg von der Kleinen, auch wenn sie ihm manchmal ein bisschen zu stürmisch ist.
Während des Tages sitzt Lizzie mit Lailah in der hinteren Hälfte des Schlafzimmers – einstmals als meine Bibliothek bekannt. Zwischen den beiden Hälften stehen fünf Schränke als Trennwand, auf denen Sam und Mr. Darcy die meiste Zeit des Tages verbringen. Sie können sich ja frei im Raum bewegen, aber das ist ihr Lieblingsort. Während Mr. Darcy gerne mal ausgedehnte Streifzüge unternimmt – wie man unschwer an dem hinterlassenen Pfad der Destruktion erkennen kann -, bewegt Sam sich kaum. Zum Fressen auf den Freisitz klettern ist in der Regel das höchste seiner Gefühle.
Gestern betrachtete Sam also seine Angebetete vom Schrank aus und fand, dass die Entfernung zu groß sei. Also flog er herunter in ihren Teil des Raumes. Das ist für ihn ein Riesenfortschritt. Er kann ja fliegen, tut es aber selten und bewegt sich auch sonst nicht viel und schon gar nicht dicht über dem Boden. Wie dem auch sei, als ich nach oben kam, saßen Lizzie und Sam auf der Rücklehne eines IVAR-Stuhls aus dem Ikea. Diese Stühle sind übrigens hervorragende Papageiensitze / -spielzeuge. Sie sind spottbillig und unbehandelt. Ist einer zerschreddert, verwende ich die Überreste als Kaminholz und der nächste Stuhl wird hingestellt.
Gestern nachmittag schnappte ich mir also eine Schale Pinienkerne, ein Glas Wasser und mein iPad und plante eine gemütliche Gammelstunde mit den Aras auf dem Sofa. So konnte ich mit Sam Nähe üben. Er ist sehr nervös, wenn er niedrig sitzt. Mit Pinienkernen versüßt, dachte ich, werden wir diese Thema doch lösen können.
Also Mr. Darcy geschnappt und aufs Sofa gelümmelt. Lizzie kam flugs herübergekrabbelt. Lailah saß auf “ihrer” Kiste neben dem Sofa und Sam auf der Rückenlehne des Stuhls direkt dahinter.
Dann fing ich an Runden Pinienkerne zu spendieren. Sam ist da völlig versessen darauf und kletterte den Stuhl immer halb herunter, um an meine Hand zu kommen. Weiter konnte ich halt vom Sofa aus nicht reichen. 😀 Lailah, kannte offensichtlich noch keine Pinienkerne, fand aber schnell Geschmack dran. Lizzie und Mr. Darcy konnte es gar nicht schnell genug gehen.
Lizzie war dann zu süß. Sie kuschelte mit mir und turnte herum. Dann fiel ihr ein, dass Sam ja auch noch da saß. So kletterte sie über Lailahs Kiste auf den Stuhl, fütterte Sam kurz, schnäbelte mit ihm und ließ sich kraulen. Nach einiger Zeit erinnerte sie sich daran, dass ich auf dem Sofa lag und so kam sie wieder zu mir gekrabbelt. So ging es die ganze Zeit hin und her. Auf dem Weg über die Box, hat sie sich mit Lailah kurze Schnabelgefechte geliefert – nichts Dramatisches, aber doch nervig. Wenigstens hat Lailah vor Lizzie keine Angst und teilte so gut aus, wie sie einsteckte.
Während all dieser Action kletterte Darcy auf mir und dem Sofa herum, forderte Streicheleinheiten ein, erkundete meine Zehen usw. usf.
Also irgendwie war es schon saugemütlich mit meinen vieren so herumzugammeln. Nur zum Lesen bin ich kaum gekommen. 🙂
Zum Schluß wollte Sam wieder auf den Schrank, traute sich aber offensichtlich nicht so richtig, den doch extrem steilen Winkel zu fliegen. Also habe ich ihn mitsamt des Stuhls nach oben gehoben. Das war das erste Mal, dass er sich das gefallen ließ. Er wirkte zwar ein wenig verwundert, aber nicht ängstlich oder so. Haben die Pinienkerne wohl doch etwas gebracht.

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Papageienexpertin Ann Castro mit dunkelrotem Ara

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