Ann Castro – Die Vogelschule
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Lizzie zum ersten Mal im Tropenhaus

11. September, 2011, 19:06

So langsam bekommt Lizzie (die kleine behinderte Grünflügelaradame) ihr Flugfedern wieder. Mit Fliegen klappt es zwar noch nicht, aber sie schafft es, zu Boden zu flatten. Zeit also, sie allmählich ans Tropenhaus zu gewöhnen. Ich habe sie in letzter Zeit also öfters mal kurz reingenommen. So auch heute Abend während ich putzte und fütterte.. Da sie sich aufgrund ihrer verstümmelten Füße nur schlecht auf meiner Schulter halten kann, während ich mich bewege, habe ich sie zuerst auf einen sehr niedrigen Ast gesetzt, später auf eine Wasserschale und danna uf den Boden. Sie fing halt überall sehr schnell an sich zu langweilen. Als sie auf dem Ast saß, kamen Jack und Scarlett auch gleich zu mir geflogen, um sich die Kleine mal genauer anzuschauen, verloren aber bald ihr Interesse und kümmerten sich lieber um ihr Abendessen.

Lizzie hatte jedoch Pläne. Sobald ich sie auf dem Boden abgesetzt hatte, marschierte sie schnurstracks zum Futterkäfig, dessen Dach ich als Futterstelle verwende, da sich Sam nach wie vor weigert auf den Boden zu gehen. Dort angelangt, kletterte sie mit viel Mühen an ihm hoch. Das war ein Kampf für sie, der etliche Minuten dauerte. Mit den kaputten Füßchen kann sie eben sehr schlecht greifen. Aber sie muss sie halt trainieren. deswegen lasse ich sie soviel wie möglich selbst machen. Nur so kann man die tatsächlicher Behinderung, die sie aus ihren Behinderungen erfährt minimieren.

Jack und Scarlett und ein paar der Grauen, saßen alldieweil obendrauf und schauten zu. Glücklicherweise machten sie auch keinerlei Anstalten Lizzie zu ärgen, sodass ich sie einfach mal machen ließ. Endlich eben angekommen, probierte sie das Futter und schaute sich um. Soweit so gut. Als ich dann mit dem Tiere versorgen fertig war wollte ich Lizzie wieder mit aus dem Tropenhaus nehmen. Aber sie hatte gar keine Lust darauf. Anstatt artig auf meine Hand aufzusteigen, legte sie flugs den Rückwärtsgang ein.

Nun gut, wenigstens Jack wollte mit mir mit. Und da Jack und Scarlett die anderen nur im Doppelpack ärgern, dachte ich es sei sicher genug, Lizzie mit Scarlett und den anderen im Tropenhaus zu lassen während ich Jack im Wohnzimmer ein bisschen verwöhnen konnte. Natürlich habe ich wie eine besorgte Mami alle paar Minuten durch die Glastür gecheckt, ob noch alles im grünen Bereich war. Und das war es. So konnte ich die Hunde versorgen und mit Jack ein bisschen spielen, währen Lizzie mit kullergroßen Augen alles um sich herum beobachtete. Meine Kleine-Große war ganz mutig und hatte überhaupt keine Angst. Das sind wirklich gute Voraussetzungen für sie, wenn sie endlich wieder fliegen kann, in die Truppe eingegliedert zu werden.

Jetzt sitzt sie ganz erledigt auf meinem Schoß während ich diesen Beitrag schreibe. Es war halt doch ganz schön aufregend so ganz alleine in der großen Welt.

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Papageienexpertin Ann Castro mit dunkelrotem Ara

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