Ann Castro – Die Vogelschule
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Machen Papageien ihre Halter krank? Teil 1

Machen Vögel ihre Halter krank? Von Allergien, Psittacose oder Alveolities, an denen Papageienhalter erkranken können, hat fast jeder Vogelhalter schon einmal gehört. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich, die von unseren Papageien für unsere Gesundheit ausgeht? Und wie geht man am besten mit einer solchen Erkrankung um?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass so mancher Arzt eine Erkrankung der Atemwege als papageienbedingt abtut, wenn ihm bekannt ist, dass man welche hält, anstatt nach den wirklichen Ursachen zu forschen. So wurde bei mir von zwei verschiedenen Ärzten nacheinander bescheinigt, dass ich a) an einer chronischen Bronchitis wegen der Tiere leiden würde und sie alle sofort abgeben müsste und b) dass ich eine Allergie gegen Papageien habe und alle Tiere sofort abgeben müsste. Der dritte Arzt, ein HNO-Spezialist, diagnostizierte eine anfangende Lungenentzündung, gab mir entsprechende Medikamente und ruck-zuck war ich wieder gesund.

Geschichten so wie meine, habe ich schon von unzähligen Papageienhaltern gehört. Leider gibt es viele Ärzte, die es nicht schaffen über den Tellerrand und die offensichtlichste Ursache hinauszublicken. Da unsere Tiere ja nicht Haushaltsgegenstände sind, die man mal eben abgibt, sondern Familienmitglieder, kann ich allen Betroffenen nur eindringlichst raten, sich noch eine zweite oder gar dritte Meinung einzuholen. Natürlich hilft es auch enorm, wenn man selbst möglich gut informiert ist und beim Arzt „ein Wörtchen“ mitreden kann. Deshalb möchte ich Euch in diesem Artikel die wichtigsten Zoonosen, das sind Erkrankungen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können, bezüglich Papageien vorstellen. Die sollte Euch helfen, Euch vor diesen Erkrankungen zu schützen und sie im Ernstfall zu erkennen.

Erkrankungen, die von Papageien auf Menschen übertragen werden, können grob in drei Kategorien zusammengefasst werden: Erkrankungen, die die Atemwege betreffen, solche, die den Magen-Darm-Trakt betreffen und Erkrankungen, die die Haut betreffen. Dabei gibt es vorweg erst einmal ein paar  gute Nachrichten:

  • Die meisten Erkrankungen durch Papageien verlaufen völlig symptomlos.
  • In den meisten Fällen wird der Halter von selbst wieder gesund.
  • Normalerweise werden diese Erkrankungen nicht von Mensch-zu-Mensch weiter übertragen.
  • Ansteckung erfolgt hauptsächlich über Inhalation oder orale Aufnahme von infektiösem Material und kann daher durch ordentliche Hygienemaßnahmen verhindert werden.

Also putzt fleißig und wascht Eure Hände! Wenn Ihr andere Papageienbestände besucht, solltet Ihr anschließend immer komplett duschen, inklusive Haare waschen, und Euch umziehen, bevor Ihr zu Euren eigenen Vögeln Kontakt habt, damit Ihr Euch keine Erkrankungen einschleppt. Darüberhinaus sind gründliche Übernahmeuntersuchungen, wenn Ihr neue Tiere in Euren Haushalt aufnehmt, wichtig, sowie jährliche Kontrolluntersuchungen. Wenn keine Krankheitserreger da sind, kann man sich schließlich auch nicht anstecken.

In Teil 2 gebe ich Euch eine Übersicht der wichtigsten Erkrankungen, die die Atemwege betreffen.

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Papageienexpertin Ann Castro mit dunkelrotem Ara

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