Ann Castro – Die Vogelschule
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Papageienernährung und die Aflatoxinverordnung

Bekanntermaßen sind Aspergillose-Sporen für unsere Papageien hochgefährlich. Die Sporen können beim Aufknacken von Futter inhaliert werden. Daraus entstehen Schimmelpilze, die Lunge und Luftsäcke überwuchern. Falls dies nicht rechtzeitig durch eine Vorsorgeuntersuchung bemerkt wird und das betroffene Tier entsprechend behandelt wird, steht ihm ein grausamer Erstickungstod bevor.

Nicht minder gefährlich, aber von Haltern häufig ignoriert, sind die Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze, die Aflatoxine. Einige von ihnen gehören zu den gefährlichsten bekannten krebserregenden Stoffen überhaupt. Sie belasten besonders die Ausscheidungsorgane, Leber und Niere.

Gesetzliche Regelungen

Da diese Pilzgifte auch für Menschen hochgefährlich sind, gibt es gesetzliche Regelungen bezüglich des erlaubten Aflatoxin-Gehaltes in Lebensmitteln. Auch das Futter für Nutztiere unterliegt dieser Verordnung, da auch hiervon eine Gefahr für die Menschen ausgeht. Frisst z.B. eine Kuh aflatoxin-belastetes Futter, wird auch deren Milch Aflatoxine enthalten. Vor dieser Gefahr soll der Verbraucher dadurch geschützt werden, dass sich die Aflatoxin-Verordnung auch auf Futtermittel für Nutztiere erstreckt.

Bedeutung für unsere gefiederten Mitbewohner

Leider fällt Ziervogelfutter nicht unter die Aflatoxin-Verordnung. Sicherlich ist es kein Zufall, dass die überwiegende Mehrzahl der Papageien, die in Deutschland als Haustiere gehalten werden, an Aspergillose erkrankt sind. Es vermutlich auch kein Zufall, dass Tumore bei Papageien auch sehr häufig anzutreffen sind. Deshalb sollten Papageienhalter darauf achten, dass die Aspergillen und Aflatoxinbelastung des Futters so gering wie möglich ist.

Beachtet werden sollte auch, dass die Aflatoxin-Grenzwerte sich auf den essbaren Teil von Erdnüssen und Schalenfrüchten beziehen. Oftmals sind Aflatoxin-Werte auf der Schale jedoch besonders hoch.

Schutz vor Aspergillen

Die beste Möglichkeit die Tiere sowohl vor Aspergillen als auch vor Aflatoxinen zu schützen ist, ausschließlich Futtermischungen zu verwenden, deren Bestandteile, z.B. Sämereien, Nüssen, für den menschlichen Verzehr bestimmt und bereits geschält sind. Da auch Pestizide und Düngemittel für die Tiere riskant sein könnten, ist es optimal, wenn Halter zusätzlich darauf achten, dass die Zutaten außerdem aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Das ist übrigens der Grund dafür, dass die Futterprodukte in unserem Shop in der überwiegenden Mehrheit aus Zutaten zusammengestellt sind, die bereits geschälte Bio-Lebensmittel sind. Wir wollen für unsere und Eure Tiere nur das Beste.

Quelle:
* Verordnung (EU) Nr. 165/2010 vom 26. Februar 2010
* Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln hinsichtlich Aflatoxinen

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Papageienexpertin Ann Castro mit dunkelrotem Ara

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