VOGEL ENTFLOGEN – DIESE 13 TIPPS HELFEN DIR, IHN WIEDERZUFINDEN

Sobald das warme Wetter beginnt, erhalte ich unzählige Anfragen von Haltern deren Papagei oder Sittich entflogen ist. Sie alle möchten wissen, was zu tun ist. Ich schreibe hier für Dich die wichtigsten Punkte auf, um den Vogel zu finden. So hast Du meine Tipps im Notfall schnell zur Hand – auch wenn ich nicht zu erreichen bin.

Ja, es ist schlimm, wenn ein Papagei oder Sittich entfliegt. Aber noch ist nicht Alles verloren. Derzeit ist es warm und Futter ist auch vorhanden. Deshalb kann er draußen recht lange überleben, vorausgesetzt er hat keine unglückliche Begegnung mit einem Raubvogel oder anderen Feinden und Gefahren. Je nachdem, wie zahm er ist, kannst Du auch das Problem haben, dass jemand ihn einfängt und einfach behält. Aber malen wir mal nicht den Teufel an die Wand.

1. Helfer rekrutieren

Versuche unbedingt Helfer zur organisieren, an die Du verschiedene Arbeiten delegieren kannst. Du hast jetzt ungeheuer viel zu tun und Du bist unter Zeitdruck. Die untenstehenden Punkt werden im Idealfall parallel anstatt nacheinander abgearbeitet.
Abgesehen von der Entlastung bei den durchzuführenden Aufgaben, unterstützen gute Helfer Dich auch seelisch. Unterschätze das nicht!

2. Großer Suchradius

Der größte Fehler, den Du machen kannst, ist die Suche nicht breit genug aufzusetzen. Papageien und Sittiche können viele Kilometer in wenigen Tagen zurücklegen. Beziehe mindestens die Nachbarorte in Deine Suche mit ein.

3. Langer Zeitraum

Gib Deine Suche nicht zu früh auf. Viele Papageien finden nach Monaten, manche sogar erst nach Jahren, zu ihren Haltern zurück.

4. Viele Flyer

Wichtig sind Flyer. Hunderte von Flyern – nicht nur ein paar. Sie sollten unten Abreisszettelchen haben mit Details, Telefonnummer & Email. Die steckst Du in Klarsichthüllen, damit der Regen ihnen nichts anhaben kann – Öffnung nach unten, sodass die Schnipsel abgerissen werden können.
Es werden Irre, Schadenfrohe und andere Idioten anrufen. Richte Dich drauf ein und würge solche Anrufe ab.
Die Flyer hängst Du in einem wirklich großen Umkreis auf. Papageien fliegen viele Kilometer. Denke auch an Schulen – Kinder sehen oft mehr als Erwachsene -, Altenheime – Leute mit viel Zeit-, usw.



Entflogen-Ressourcen


5. Soziale Netzwerke

Poste einen Flyer als Bild in sämtliche Facebook-Gruppen und online Foren mit der Bitte, Deine Suche weiterzuverteilen. Wenn viele Leute mitmachen kannst Du in kürzester Zeit zigtausende Menschen erreichen, die mithelfen. Denk dran, die Leute über den Fortschritt der Suche zu informieren. Dies hält das Interesse wach und erinnert Leser immer wieder an Deine Suche. Es ist auch Dein Dank für ihre Mithilfe.

6. Multiplikatoren einbinden

Informiere alle Tierärzte, Zooläden, Tierheime, Zoos, etc. im Umkreis von mindestens 30km. Hänge auch dort Flyer auf. Diese Teilnehmer erreichen besonders viele Tierfreunde und hören oftmals auch als erste von Fundtieren.

7. Offizielle Stellen

Informiere Polizei, Feuerwehr, Tasso und den Amtstierarzt. Auch sie erfahren häufig, wenn Tiere gefunden werden.

8. Stimme des Partnertiers

Nimm die Rufe des Partnertiers auf und spiele sie so laut wie möglich ab, um eine möglichst große Reichweite abzudecken. Horche, ob Du ihn antworten hörst. Du kannst übrigens auch Deine Rufe aufnehmen und abspielen bevor Du vom vielen Rufen Deine Stimme verlierst.

9. Medien anfragen

Viele Medien lehnen Tiersuchen pauschal ab, aber es gibt auch solche, die Ausnahmen machen. Es ist immer einen Versuch wert.

10. Kleinanzeigen aufgeben

Stelle Deine Suche in so viele Kleinanzeigen-Portale wie möglich ein. Je mehr Leute von Deiner Suche erfahren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Finder Deines Vogels ihn mit Dir in Verbindung bringt. Eine Liste gängiger Online-Kleinanzeigen-Portale habe ich für Dich im Ressourcen-Bereich dieses Artikels eingestellt.

11. Utensilien

Bereite eine Bereitschaftstasche vor (für Punkt 10), die Du bei der Suche dabei hast. Darin sollte Folgendes enthalten sein: Proviant, Wasser, Super-Leckerbissen für Deinen Vogel, Decke, Handy, Regenzeug, Taschenlampe.

12. Augen stets am Vogel

Falls Dein Vogel gesichtet wird, darfst Du ihn nicht mehr aus den Augen lassen. Das bedeutet auch, dass Du an seinem Aufenthaltsort – ja auch unter dem Baum – kampierst und übernachtest. Lass ihn nicht aus den Augen! Wechsele Dich mit einem Helfer ab für Klogänge, Duschen usw. Eine Person sollte immer die Augen am Vogel haben.

13. Niemals aufgeben!

Der größte Fehler, den Du machen kannst, ist die Suche nicht breit genug aufzusetzen und nicht lange genug durchzuziehen. Mancher Vogel findet erst Monate später wieder nach Hause.

Zum Einfangen, werde ich in Kürze einen Artikel schreiben. Bis dahin kannst Du Dich auch bei mir melden. Meine Beratungen erstrecken sich durchaus auch auf Betreung beim Wiedereinfangen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Glück & Erfolg bei Deiner Suche!

Deine,
Ann.

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